MIT FRAUENPOWER SELBSTSTÄNDIG

Montag, 23. September 2019

"Es war die richtige Entscheidung und genau zum richtigen Zeitpunkt!"

 

Mit unserem ESF- Projekt "Mit Frauenpower selbstständig" motivieren wir Frauen, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen, sich eigener Stärken bewusst zu sein und neue Perspektiven zu starten!

 

Warum nicht darüber nachdenken, Chancen zu ergreifen, neue Wege aus der Arbeitslosigkeit zu suchen, nach dem Studium durchzustarten oder auch Jobunzufriedenheit ernst zu nehmen? Warum nicht darüber nachdenken, die eigene Chefin zu werden?

 

In unserem Frauenpower-Netzwerk treffen sich monatlich Unternehmerinnen, mit Frauen, die diesen Weg vorhaben bzw. auf diesem Weg sind.

 

Im Rahmen einer Interviewreihe stellen wir Ihnen erfolgreiche Unternehmerinnen vor.

 

Heute stellte sich Kerstin Weber, Powerfrau, Trainerin, Moderatorin, Entwicklungsbegleiterin und Netzwerkerin unseren Fragen.

 

1. Wann haben Sie den Gedanken an Selbstständigkeit das erste Mal gefasst? oder: Wie kam es zu Ihrer Selbstständigkeit?

 

1991 habe ich den eindeutigen Entschluss gefasst, mich NIE selbstständig zu machen. Zu dieser Zeit war ich Buchhalterin in einem mittelständischen Betrieb und sah täglich, was dazu gehört, damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pünktlich ihr Geld bekommen.

2009 war es dann trotzdem soweit! Ich denke, es war dann einfach der richtige Zeitpunkt!

 

2. Wie alt waren Sie zu diesem Zeitpunkt und in welcher beruflichen bzw. Lebenssituation waren Sie?

 

Ich war 46 Jahre alt, meine Kinder erwachsen, Eltern und Schwiegereltern gesund, mein Mann in Arbeit.

 

In meinem Unternehmen ging es von einer Umstrukturierung in die nächste. Perspektivisch stand für mich ein Wechsel in eine andere Region bevor, während die Familie hier geblieben wäre.

 

3. Hatten Sie damals eine konkrete Idee? Hat sich Ihre Idee (der Inhalt Ihres Unternehmens) im Laufe Ihrer selbständigen Tätigkeit verändert / erweitert? Können Sie diese Entwicklung schildern?

 

Personalentwicklung, Training und Moderation stand als Thema meiner Selbstständigkeit fest. Meine erste Orientierung war, mich an einem Leipziger Institut anzubinden. Das hat damals nicht geklappt.


Heute bin ich froh darüber, denn es war wichtig für mich, meinen eigenen Weg zu finden. Entwicklung der Themen gab und gibt es durch die Arbeit mit Menschen immer - im direkten Kundenkontakt.

 

So ist z.B. das betriebliche Gesundheitsmanagement als Thema für mich dazu gekommen.

 

4. Vor welchen Herausforderungen standen Sie und wie konnten Sie sie meistern?

 

Die größte Herausforderung für mich war, mich zu entscheiden! Anfänglich war auch die Kundenakquise schwierig. - Für andere? Kein Problem! Aber für sich selbst?


Auch ein Profil zu entwickeln und Geduld mit sich selbst zu haben waren und sind Herausforderungen. Außerdem bin ich nach wie vor ein Teamplayer und brauche als Einzelunternehmerin Partner.

 

5. Wie und wann bekamen Sie die ersten Aufträge? Wer sind Ihre Kunden?

 

Meine ersten Aufträge habe ich über Veranstaltungen bekommen, auch über mein Trainernetzwerk und - ganz wichtig - auf Empfehlung!

 

6. Was halten Sie von dem Satz: "Selbständig heißt selbst und ständig"? oder Wie viele Stunden arbeiten Sie am Tag? Wie gut können Sie ihre berufliche Tätigkeit mit ihrem Privatleben (Familie, Freunde, Freizeit) vereinbaren?

 

Ich genieße es, mir meine Zeit einteilen zu können!

 

7. Können Sie uns drei Ihrer persönlichen Charaktereigenschaften nennen, die Sie als Selbständige erfolgreich machen?

 

Ich gehe gern auf Menschen zu und habe gern mit Menschen zu tun. Ich bin eine gute Netzwerkerin und habe ein gesundes Selbstvertrauen!

 

8. Hatten / haben Sie Ratgeber? Welche waren/sind Ihnen wichtig?

 

Eine meiner wichtigsten Ratgeberinnen war Dorothea Sorge-Werres. Sie ist selbst auch Trainerin. Sie fungierte als meine Mentorin und es gab Gespräche und Telefonate ohne Ende.


Geholfen hat mir zu Beginn meiner Selbstständigkeit auch das Gespräch mit der EGO-Pilotin, Frau Knoll, und auch das Existenzgründerseminar bei Herrn Mennesclou. Wie mir natürlich alle Menschen halfen bzw. helfen, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen und stehen.

 

9. Haben Sie (ein) Netzwerk(e)?

 

Natürlich!

 

10. Was ist das Beste an Ihrer Selbstständigkeit?

 

Ich darf endlich meine eigene Chefin sein und meine eigenen Entscheidungen treffen. Ich darf das tun, was sinnvoll für mich ist!

 

11. Welche(n) Tipp(s) möchten Sie Frauen geben, die über eine Selbstständigkeit nachdenken?

 

Entscheidet Euch in einem glücklichen Moment, wenn es Euch gerade richtig gut geht!


Ich denke, was man bzw. frau in diesem Moment entscheidet, läuft gut und trägt einen. Schön und wichtig ist es, wenn Partner und Familie hinter einem stehen.


Und: die Risiken sollten überschaubar sein und bleiben - frau wächst hinein!

 

Wir danken ihnen für das Interview!

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